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"Zum Frosch" vermutlich ältester Gebäudekomplex von Bad Köstritz; 3-Seiten-Hof, ehemalige Hofraithe (Handgut) mit Braurecht; erbaut um 1650                                   weitere Entwicklung der Schänke
Restaurationswirtschaft
* das Gastzimmer befindet sich im Wohnhaus (63 m³), das im Fachwerkstil erbaut worden ist; diesem Gebäude gegenüber steht  ein mit Bruchsteinen aufgemauerter gemischter Wohnraum im Fachwerkstil; die Gaststube bot 28 Sitzplätze. Die Einrichtung bestand aus bäuerlich derbem Mobiliar; der Wandschmuck fügte sich harmonisch in das Gesamtbild ein -  eine urgemütliche Dorfschänke ...
* viele Jahre befriedigte die Wirtschaft einfache Ansprüche;  Einwohner, Stammgäste und Kurgäste fühlten sich in der Wirtschaft wohl
In Texten des Heimatdichters Julius Sturm (1816-96) könnte die Dorfschänke "Zum FROSCH" eine Rolle gespielt haben ...     weiter
 
Der Frosch
- das sandsteinerne Relief - wurde vermutlich 1936 von der Brauerei angebracht; die Wirtschaft erhielt den Namen: "Zum Frosch"
1797 verkaufte J.G. Golke den Hof an den seinen Sohn; 1813 überträgt der Sohn ihn an seine Tochter S.F. Golke; 1860 übergibt diese (verehelichte Weidlich) das Handgut an ihren Sohn J.E. Weidlich;1870 erhält J.E. Weidlich die staatliche Schankkonzession für die "Restaurationswirtschaft Köstritz Nr. 11"; Jahre vorher diente der Hof schon als "Gemeindeschank"(*)
1877 geht die Schankkonzession an die Witwe von J.E. Weidlich, Friederike Weidlich; sie übernimmt diese Schankkonzession 1891 als Friederike Knoll; Friederike Knoll durfte neben Bier auch mit Brandwein handeln
1905 übernimmt der Ehemann der Friederike Knoll als Schankwirt das Anwesen; 1925 überträgt er das Schankrecht seinem Sohn Willy Knoll, der seine landwirtschaftlichen Produkte in der Wirtschaft anbietet; 
1935 verkaufte Willy Knoll das Anwesen an die "Fürstliche Brauerei Bad Köstritz", von der es weiter verpachtet wurde; die Gaststätte wurde zur beliebten Dorfschänke
1959 übernahm nach vielen Pächtern die Familie Köhler die Wirtschaft, die sie bis 1990 betrieb; bis 1996 gab es keinen Betreiber; 1996/97 wurde die Wirtschaft gekauft, saniert und wieder eröffnet durch J. Scheiba u. A. Urban
Der Name "Zum Frosch" "Zum Frosch" "Zum Frosch" muss  schon viele Jahre vor der Namensgebung im Ort verwendet worden sein; das Anwesen befand sich bis zur Anlage der Hauptstraße, dem Bau der Elsterbrücke (1883) und der Flussregulierung (1933/34) in einer feuchten Niederung mit vielen Fröschen; man ging eben zum "Frosch", der Wirtschaft, wo an warmen Sommerabenden das Konzert der Frösche nicht zu überhören war … (*)Gemeindeschank:
Hausbesitzer mit Braurecht verschenkten ihr überschüssiges Dünnbier an die Bevölkerung; das Braurecht wurde ab Mitte des 19.Jh. immer seltener ausgeübt und verlor nach 1872 völlig an Bedeutung
 
Gegenstände der Schänke aus dem Besitz der Familie Knoll
Bierkrugaufschrift: Gerstensaft und Hopfen, das sind die besten Tropfen; G. Knoll   Aschenbecheraufschrift: Drei Tage war der Frosch so krank - Jetzt raucht er wieder - Gott sei Dank!

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Zur Schänke gehörte immer auch eine kleine Landwirtschaft
1924: Arbeit auf dem Feld 1930: vor dem "FROSCH"

 

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