Versuch einer Garten - CHRONIK
Der aufstrebenden Industriestadt Gera fehlten zu Beginn des 20. Jh. Grünflächen. Eine alte Lehmgrube, die zum Müllplatz verkommen war, bildete stadtauswärts einen Schandfleck, wurde verfüllt und als Gartenanlage genutzt. 1928 dann wurde diese Fläche zu einem Dahliengarten gestaltet und bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges mit Dahlien bepflanzt. Die Beliebtheit des Gartens als Freizeiteinrichtung und die Anzahl der Besucher wuchsen ständig. Zwischen 1940 und 1949 nutzte man den Garten zum Gemüseanbau.
1950 wurde der Dahliengarten wieder eröffnet und wird bis heute zur Vorstellung alter und neuer Dahlienzüchtungen genutzt.
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1928-1939
Am 1.September 1928 öffnete der Dahliengarten; 1929 kamen Wasseranschluss und 1930 der Brunnen hinzu. 1931, zum 1. Dahlientag, wurde der Schönheitswettbewerb für die schönste Dahlie (DAHLIENKÖNIGIN) eingeführt. In den Jahren 1930-1939 stieg die jährliche Zahl der Besucher ständig an. Nachdem 1939 die Beete letztmalig bepflanzt worden sind, wurden ab 1941Kartoffeln und Gemüse für das städtische Krankenhaus auf der Gartenfläche angebaut.
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Lehmgrube am Stadtausgang, wilde Mülldeponie, für die Gartenanlage mit Mutterboden aus der Innenstadt verfüllt
Eröffnung des Dahliengartens 1928
Brunnenanlage 1929 ausgeschrieben und 1930 fertig gestellt
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Plakat zur Eröffnung 1950
1950-1989
Nach dem 2. Weltkrieg wird der Dahliengarten im August 1950 auf Betreiben  der Stadt Gera und der Köstritzer Gärtner wieder eröffnet. Das erste Dahlienfest fand am 17.09.1950 statt. Viele gesellschaftliche Kräfte der Zeit unterstützten den weiteren Bestand des Gartens und die Dahlienfeste. Nach 1960 gingen die Aktivitäten der Köstritzer Gärtner aus unterschiedlichen Gründen zurück und auch das Interesse der Öffentlichkeit ließ nach. Zumeist wurden Sorten vorgestellt, die anderswo gezüchtet worden sind.
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Pflanzarbeiten im Geraer Dahliengarten
 
  
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Weg im Dahliengarten 1994  
Neue Tradition: Bad Köstritzer Dahlienkönigin "NADINE" besucht mit "Gefolge" 2001 den Dahliengarten   
1989-2005
Nach der Wende 1989 wurden die Traditionen des Dahliengartens erhalten und neue angefügt; Besucherzahlen nahmen aber weiter ab durch hohe Eintrittspreise und vielfältigere andere kulturelle Angebote und Gewohnheiten. Durch finanzielle Probleme der Stadt wurden Werterhaltungen und Unterhalt des Gartens z. T. auf Sponsoren verlagert. Die Köstritzer Gärtner schränkten Neubepflanzungen und Vorstellungen eigener Neuzüchtungen weiter ein. 2004 wurden "75 Jahre Dahlienfest" begangen; 2005 bezog man den Garten in den Wettbewerb "Entente Florale" ein.
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PM 12/05